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Geschichte

Unsere Heimat wird christlich

Pfarrkirche2 April 2007 info-icon-20px Fred Dichtl

Unge­ach­tet der Nähe der Stadt Pas­sau, wo das Chris­ten­tum nach dem Abzug der Römer auf­blüh­te, konn­te es nur schwer in die dunk­len Wäl­der des sog. Nord­wal­des vor­drin­gen. Die Chris­tia­ni­sie­rung der Wald­ge­bie­te wur­de sowohl von den Bischö­fen von Pas­sau als auch vom Klos­ter Nie­der­al­teich betrie­ben. Wahr­schein­lich von Pas­sau aus wur­den sehr früh die Pfar­rei­en Tie­fen­bach, Otters­kir­chen und Aicha v.W., unse­re Pfar­rei, gegrün­det. Die Errich­tung fällt schon in das 8. oder 9. Jhdt. Die Urpfar­rei Aicha hat­te die Aus­ma­ße eines klei­nen Fürs­ten­tums. Ihre Gren­zen gin­gen weit über das Gebiet der heu­ti­gen Pfar­rei hin­aus. Sie reich­te bis zum Brot­jack­lrie­gel, und die meis­ten Pfar­rei­en unter­stan­den damals dem Pfarr­herrn von Aicha. Es geht die Rede, dem Pfarr­herrn waren zu der Zeit nicht weni­ger als sechs berit­te­ne Koope­ra­to­ren zur Sei­te gestan­den. Im Lau­fe der Zeit wur­den Neben­kir­chen errich­tet, die sich dann zu Pfar­rei­en ent­wi­ckel­ten und abge­trennt wurden. 

So z.B. 1417 Neu­kir­chen v.W. Fürs­ten­stein war eine Schloß­ka­planei, die zu Aicha gehör­te. 1877 wur­de es Expo­si­tur und 1894 Pfar­rei. Nam­me­ring wird 1952 eine Filia­le von Aicha v.W., 1957 Expo­si­tur und 1973
selb­stän­di­ge Pfar­rei. Unge­ach­tet der Nähe der Stadt Pas­sau, wo das Chris­ten­tum nach dem Abzug der Römer auf­blüh­te, konn­te es nur schwer in die dunk­len Wäl­der des sog. Nord­wal­des vor­drin­gen. Die Chris­tia­ni­sie­rung der Wald­ge­bie­te wur­de sowohl von den Bischö­fen von Pas­sau als auch vom Klos­ter Nie­der­al­teich betrie­ben. Wahr­schein­lich von Pas­sau aus wur­den sehr früh die Pfar­rei­en Tie­fen­bach, Otters­kir­chen und Aicha v.W., unse­re Pfar­rei, gegrün­det. Die Errich­tung fällt schon in das 8. oder 9. Jhdt. Die Urpfar­rei Aicha hat­te die Aus­ma­ße eines klei­nen Fürs­ten­tums. Ihre Gren­zen gin­gen weit über das Gebiet der heu­ti­gen Pfar­rei hin­aus. Sie reich­te bis zum Brot­jack­lrie­gel, und die meis­ten Pfar­rei­en unter­stan­den damals dem Pfarr­herrn von Aicha. Es geht die Rede, dem Pfarr­herrn waren zu der Zeit nicht weni­ger als sechs berit­te­ne Koope­ra­to­ren zur Sei­te gestan­den. Im Lau­fe der Zeit wur­den Neben­kir­chen errich­tet, die sich dann zu Pfar­rei­en ent­wi­ckel­ten und abge­trennt wur­den. So z.B. 1417 Neu­kir­chen v.W. Fürs­ten­stein war eine Schloß­ka­planei, die zu Aicha gehör­te. 1877 wur­de es Expo­si­tur und 1894 Pfar­rei. Nam­me­ring wird 1952 eine Filia­le von Aicha v.W., 1957 Expo­si­tur und 1973 selb­stän­di­ge Pfarrei.

Nammering erhält eine Kirche und wird Pfarrgemeinde

Die Ort­schaf­ten Nam­me­ring und Fälsching boten bis zum 2. Welt­krieg in kirch­li­cher und schu­li­scher Hin­sicht ein Bild der Zer­ris­sen­heit. Obwohl der gan­ze Ort seel­sor­ge­risch zur Pfar­rei Aicha v.W. gehör­te, gin­gen die Kin­der vom Anwe­sen Zit­zel­sper­ger nach Aicha zur Schu­le, der übri­ge Teil von Nam­me­ring nach Fürs­ten­stein und die Fälschin­ger besuch­ten sogar die Schu­le in Eging. Ähn­lich war es auch mit dem Besuch der Got­tes­diens­te der Kin­der und der Erwach­se­nen. Schon im Jah­re 1936 streb­te Nam­me­ring einen eige­nen Kir­chen­bau an. Pfar­rer Berg­mann, der damals Seel­sor­ger in Aicha v.W. war, setz­te sich mit eini­gen Nam­me­rin­ger Bür­gern dafür ein, dass in Nam­me­ring eine Schul­ka­pel­le gebaut wer­den soll­te. Prä­lat Rit­zer vom Ordi­na­ri­at Pas­sau unter­stütz­te die­se Bestre­bun­gen. Trotz die­ser Befür­wor­tun­gen von Sei­ten des Bischöf­li­chen Ordi­na­ri­ats Pas­sau, ging der Wunsch der Nam­me­rin­ger wegen der dama­li­gen poli­ti­schen Ver­hält­nis­se (“Drit­tes Reich nicht in Erfüllung”).

Mit die­sem ers­ten Ver­such gaben sich die Nam­me­rin­ger Bür­ger aber nicht zufrie­den. Vor allem der Kauf­mann Franz Schu­berl, des­sen Vater sich schon 1936 sehr für einen Kapell­bau ein­setz­te, ver­stand es, sei­ne Mit­bür­ger für den Kirch­bau zu gewin­nen. Nach der Christ­met­te 1951 im Feicht­in­ger Saal trug Franz Schu­berl den Nam­me­rin­gern sei­nen gro­ßen Wunsch vor. Die Nam­me­rin­ger waren sehr dafür auf­ge­schlos­sen und begeis­tert und es wur­de der Plan gefasst, in Nam­me­ring eine eige­ne Kir­che zu bau­en. Hochw. Herr Pfar­rer Deindl von Aicha v.W. war einer der bes­ten Für­bit­ter in die­ser Sache, da ihm die Zer­ris­sen­heit seiner 

Pfarr­kin­der in kirch­li­cher Hin­sicht sehr am Her­zen lag. Am 17. Janu­ar 1952 wur­de der Kir­chen­bau­ver­ein ins Leben geru­fen. Die Lei­tung lag in den Hän­den von 19 Mit­glie­dern, der ers­te Vor­sit­zen­de war Franz Schu­berl. Die Plä­ne für den Kir­chen­bau mach­te Dom­bau­meis­ter Horn­stei­ner. Das Kir­chen­bau­ge­län­de wur­de durch Schen­kung und Tausch bereit­ge­stellt. Die Gesamt­kos­ten des Kir­chen­baus wur­den auf 200.000 DM geschätzt. Das Bischöf­li­che Ordi­na­ri­at hat die Vor­dring­lich­keit der Errich­tung einer Seel­sor­ge­stel­le aner­kannt und für die Erbau­ung einer Kir­che im Jah­re 1952 65.000 DM und im nächs­ten Jahr 75.000 DM zur Ver­fü­gung gestellt. 

Die Bevöl­ke­rung von Nam­me­ring und Umge­bung zeig­te eine bei­spiel­lo­se Opfer­be­reit­schaft und brach­te durch Hand- und Spann­diens­te, Mate­ri­al- und Geld­spen­den einen enor­men Eigen­leis­tungs­be­trag zustande.Bereits im Mai 1952wurde mit dem Bau der Expo­si­tur Kir­che begon­nen. In Akkord schich­ten konn­te das Bau­ge­schäft Josef Sigl, Aicha v.W., das Got­tes­haus vor Ein­bruch des Win­ters noch im Roh­bau fer­tig stel­len. Am 20.7.1952 konn­te der Grund­stein für die Kir­che gelegt wer­den und im Okto­ber 1952 konn­te man bereits das Richt­fest fei­ern. Dank der Opfer­freu­dig­keit der Bevöl­ke­rung und der gro­ßen Hil­fe des Ordi­na­ri­ats sowie des uner­müd-lichen Ein­sat­zes von Franz Schu­berl war es möglich,dass am 4. Okto­ber 1953 das Got­tes­haus ein­ge­weiht wer­den konn­te. Es waren zwei gro­ße Tage für die Bevöl­ke­rung aus Nam­me­ring, Fälsching, Stolz­ing, Gstö­cket, Nuß­baum­müh­le und Nuß­baum. Schon am Sams­tag, den 3.10., wur­de am Nach-mit­tag der H. H. Bischof Simon Kon­rad Lan­ders­dor­fer im fest­lich geschmück­ten Dorf emp­fan­gen und am Abend fand eine Lich­ter­pro­zes­si­on zum Sport­platz statt. Am Sonn­tag Vor­mit­tag weih­te dann der Ober­hir­te in einem Pon­ti­fi­kal­amt die neue Kir­che. Zur Fei­er hat­ten sich der Land­rat Hans Karl, Dom­bau­meis­ter Horn­stei­ner, die Bür­ger­meis­ter und die Leh­rer­schaft der Umge­bung sowie eine gro­ße Anzahl von Ver­ei­nen ein­ge­fun­den. Die welt­li­che Fei­er schloss sich mit einem Mit­tag­essen im Gast­hof Feicht­in­ger an, wo Franz Schu­berl in einer Tisch­re­de allen Dank aus­sprach, die zum Gelin­gen des gro­ßen Wer­kes beitrugen.

Die Kir­che ist 22m lang, 12m breit und der Turm ist 34,50m hoch. Ers­ter Seel­sor­ger war ab 1954 der Expo­si­tus Hein­rich Hock­gei­ger, ers­te Mes­ne­rin war Frau Maria Sal­ler. Anläss­lich der Außen­re­no­vie­rung der Pfarr­kir­che 1988 wur­den an der West- und Nord­sei­te des Tur­mes Uhren ange­bracht. Viel hat die Expo­si­tur in Nam­me­ring erreicht, aber schon wur­de das nächs­te Ziel
ange­strebt:

Die Erhebung zur selbständigen Pfarrei

Bischof Simon Konrad Landersdorfer info-icon-20px Unbekannt

Anläss­lich der Visi­ta­ti­on am 12. Mai 1968 in Nam­me­ring hat H. H. Prä­lat Baum­gärt­ler den Vor­schlag, Nam­me­ring zur Pfar­rei zu erhe­ben, befür­wor­tet und ange­regt, dies beim Ordi­na­ri­at in die Wege zu lei­ten. Der Pfarr­aus­schuss beschloss dann auch, die Erhe­bung anzu­stre­ben und bei einer Vor­spra­che beim H.H. Gene­ral­vi­kar Dr. Dach­s­ber­ger wur­de der Wunsch vor­erst nicht abge­lehnt, aber auch nicht befür­wor­tet. Im Schrei­ben vom 6. Dezem­ber 1968 wur­de dann das Gesuch abge­lehnt. Es heißt dort: Ihr Gesuch auf Erhe­bung der Expo­si­tur Nam­me­ring zur Pfar­rei wur­de in der Ordi­na­ri­ats­sit­zung unter Vor­sitz des Bischofs (bereits Anton Hof­mann) bespro­chen. Dabei wur­de fest­ge­stellt, auch wei­ter­hin an dem Grund­satz fest­zu­hal­ten, dass eine Seel­sor­ge­stel­le, die nicht min­des­tens 1000 See­len hat, nicht zur Pfar­rei erho­ben wird.“Mit Datum vom 29. Novem­ber 1972 stellt der Pfarr­ge­mein­de­rat erneut einen Antrag an das Bischöf­li­che Ordi­na­ri­at. In einem sehr aus­führ­li­chen Schrei­ben begrün­det der Vor­sit­zen­de des Pfarr­ge­mein­de­ra­tes, HL Erich Stö­ger, in zehn Punk­ten den Antrag. Das gan­ze Werk des Auf­baus die­ser Kir­chen­ge­mein­de soll dar­in sei­ne Krö­nung und Bestä­ti­gung, aber auch sei­ne dau­er­haf­te Fes­ti­gung fin­den. Und dies­mal führ­te das beharr­li­che Anklop­fen zum Erfolg. Mit Schrei­ben vom 2. Okto­ber 1973 ver­leiht Bischof A. Hof­mann der Expo­si­tur-Kir­che St. Flo­ri­an den Rang einer Pfarrkirche.