Eging am See. Mit der ersten Maiandacht des Jahres lud die Pfarrgemeinde Eging am See am Donnerstagabend zur Besinnung auf eine der ältesten Traditionen des bayerischen Kirchenjahres ein. Pünktlich um 19 Uhr versammelten sich über 30 Gläubige bei der Hartl-Schießl-Kapelle, um gemeinsam unter dem Thema „Patrona Bavariae – Maria, Schutzfrau Bayerns“ zu beten und zu singen.
Pater Johannes, der in der Pfarrgemeinde für seine herzliche und zugewandte Art geschätzt wird und stets den Weg zu den Menschen sucht, gestaltete die Andacht mit seinem guten Blick für das Wesentliche. Im Mittelpunkt stand das Hochfest „Maria, Schutzfrau Bayerns“, das in Bayern alljährlich am 1. Mai begangen wird und auf eine jahrhundertelange Tradition der Marienverehrung im Freistaat zurückblickt.
In einer kurzen Ansprache nach dem Evangelium griff Pater Johannes ein anschauliches Bild auf: die Mariensäule auf dem Münchner Marienplatz, die seit Jahrhunderten als Nullpunkt für alle Straßen nach München gilt. Alle Entfernungen werden von ihr aus gemessen – alles führt zu Maria. Dieses Bild übertrug er auf den Glauben: Maria ist der Mittelpunkt, von dem aus alle Wege zu ihrem Sohn Jesus Christus führen. Wer zu ihr findet, findet durch sie zu ihm.
Nach dem gemeinsamen Gebet machte sich die Gemeinschaft in einer Lichterprozession auf den Weg zur Pfarrkirche. Dort fand die Maiandacht mit dem eucharistischen Segen ihren feierlichen Abschluss.
Zum gemütlichen Ausklang lud Pater Johannes alle Anwesenden anschließend herzlich ins Pfarrhaus ein, wo eine zünftige Brotzeit bereitstand. Bei Gesprächen und einem guten Trunk ließ die Gemeinschaft den Abend zusammen ausklingen – ganz im Geist der Verbundenheit, die eine solche Maiandacht stiften kann.


