Glaube und Gemeinschaft

Gottesdienst für gebrechliche, kranke und alte Menschen

Fürstenstein Pfarramt am 14.10.2026

Stärkungs – Gottesdienst für kranke, gebrechliche und ältere Menschen des Pfarrverbandes Fürstenstein in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Aicha vorm Wald.

Pre­mie­re im Pfarr­ver­band Fürstenstein.

Fürs­ten­stein / Aicha vorm Wald. Der Pfarr­ver­band Fürs­ten­stein lud zum ers­ten Mal alle Kran­ken, Gebrech­li­chen und älte­ren Men­schen zum Mot­to: ​„Kommt alle zu mir, die ihr müh­se­lig und bela­den seid! Ich will euch erqui­cken.“ zu einem gemein­sa­men Stär­kungs­got­tes­dienst in die Pfarr­kir­che St. Peter und Paul in Aicha vorm Wald ein. Die Reso­nanz war zum Start die­ses beson­de­ren Ange­bo­tes mit Hand­auf­le­gung und Hei­li­ge Sal­bung durch die Pries­ter nicht über­wäl­ti­gend, doch die Gläu­bi­gen die dabei waren, äußer­ten sich nach dem Got­tes­dienst begeis­tert vom Ablauf die­ser Mes­se, die musi­ka­lisch von den Nam­me­rin­ger Flo­ria­nis­än­gern unter Lei­tung von Fred Dichtl sehr fei­er­lich umrahmt wor­den ist.

Zu Beginn begrüß­te Wort­got­tes­dienst­lei­te­rin Bar­ba­ra Wes­ter­mei­er, die die­se Fei­er orga­ni­siert hat, die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer, beson­ders Haupt­ze­le­brant Pater Johan­nes Strahl und Pfar­rer Johan­nes Graf und ging auf die Kon­flikt – und Lebens­si­tua­tio­nen im Leben kran­ker und älte­rer Men­schen ein. In sol­chen Situa­tio­nen und Momen­ten wo es ein­fach nicht mehr wei­ter­geht so Wes­ter­mei­er, wün­schen wir uns, dass Men­schen uns berüh­ren, uns mit auf­mun­tern­den Wor­ten wie­der auf­rich­ten. Dazu soll die­ser beson­de­re Got­tes­dienst mit dem Ange­bot des Sakra­ments der Kran­ken­sal­bung bei­tra­gen und dabei die Zuwen­dung Got­tes spür­bar werden. 

Nach der lit­ur­gi­schen Begrü­ßung durch Haupt­ze­le­brant Pater Johan­nes Strahl hielt die­ser eine kur­ze Ein­füh­rung zur Mes­se und sprach von Jesus Chris­tus, der sich mit gro­ßer Lie­be der Kran­ken ange­nom­men und vie­le Men­schen geheilt hat. 

In sei­ner Pre­digt sprach Pater Johan­nes Strahl die Ereig­nis­se des soeben gehör­ten Evan­ge­li­ums an, wo Jesus am See von Gali­läa auf einen Berg gestie­gen und dort etwas zutiefst Berüh­ren­des pas­siert ist. Die Men­schen brin­gen ihre Kran­ken zu ihm, die Lah­men, Blin­den und Ver­krüp­pel­ten und Stum­men und legen sie ihm zu Füßen. Und das Evan­ge­li­um fasst das Wir­ken Jesu in einem kur­zen, kraft­vol­len Satz zusam­men: Er heil­te sie.

Vie­le Jahr­hun­der­te spä­ter wis­sen wir aus eige­ner Erfah­rung: Krank­hei­ten, das Nach­las­sen der Kräf­te im Alter oder see­li­sche Las­ten ver­schwin­den nicht immer durch ein plötz­li­ches, blitz­ar­ti­ges Wun­der. Die Fra­ge nach dem ​„War­um“ bleibt oft schwer und unbe­ant­wor­tet. Doch Jesus hat sei­ne Kir­che in die­ser Ohn­macht nicht allein gelas­sen und ihr mit dem Sakra­ment der Kran­ken­sal­bung ein gro­ßes Geschenk gemacht. Es ist kein Abschieds­sa­kra­ment, son­dern ein Sakra­ment des Lebens, des Tros­tes und der Stär­kung so der Pater zum Schluss sei­ner beein­dru­cken­den Predigt.

Im Anschluss an die Pre­digt bestand die Mög­lich­keit die­ses Sakra­ment der Kran­ken­sal­bung und der Ver­söh­nung zu emp­fan­gen, sowie einen per­sön­li­chen Ein­zel­se­gen zu erhal­ten. Gemein­sam spra­chen Pater Johan­nes Strahl und Zele­brant Pfar­rer Johan­nes Graf die Tex­te zum Lob­preis und die Anru­fung Got­tes über dem Öl und spen­de­ten den Gläu­bi­gen durch Hand­auf­le­gung und Sal­bung der Stirn und Hän­de unter dem Geläut der gro­ßen Glo­cke das so stär­ken­de Sakra­ment mit dem Chris­tus zu jedem Ein­zel­nen sagen möch­te: ​„Ich ken­nen dei­nen Schmerz. Ich sehe dei­ne Müdig­keit. Du bist nicht allein. Ich bin da und tra­ge dich.“ Mit einem Gebet der bei­den Pries­ter nach der Sal­bung wur­de die­se fei­er­li­che Hand­lung abgeschlossen. 

Zum Schluss des Got­tes­diens­tes fand Pater Johan­nes Strahl vie­le Wor­te des Lobes und Dan­kes an alle die zum Gelin­gen die­ses Got­tes­dienst bei­getra­gen haben. Ein beson­de­rer Dank galt Orga­ni­sa­to­rin Bar­ba­ra Wes­ter­mei­er, den Flo­ria­nis­än­gern, den Minis­tran­ten und der Mes­ne­rin und beson­ders freu­te er sich auch über die Anwe­sen­heit der bei­den Bür­ger­meis­ter Georg Hat­zes­ber­ger und Alo­is Kreipl die damit das gute Mit­ein­an­der zwi­schen Kir­che und Gemein­de zum Aus­druck gebracht haben. 

Mit dem Lied der Flo­ria­nis­än­ger ​„Schwar­ze Madon­na“ wur­de die­ser ein­fühl­sa­me und alle Besu­cher berüh­ren­de Got­tes­dienst, der einen bes­se­ren Besuch ver­dient gehabt hät­te, abgeschlossen. 

Text Josef Enzes­ber­ger Fotos Gre­te Enzesberger.

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