Premiere im Pfarrverband Fürstenstein.
Fürstenstein / Aicha vorm Wald. Der Pfarrverband Fürstenstein lud zum ersten Mal alle Kranken, Gebrechlichen und älteren Menschen zum Motto: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.“ zu einem gemeinsamen Stärkungsgottesdienst in die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Aicha vorm Wald ein. Die Resonanz war zum Start dieses besonderen Angebotes mit Handauflegung und Heilige Salbung durch die Priester nicht überwältigend, doch die Gläubigen die dabei waren, äußerten sich nach dem Gottesdienst begeistert vom Ablauf dieser Messe, die musikalisch von den Nammeringer Florianisängern unter Leitung von Fred Dichtl sehr feierlich umrahmt worden ist.
Zu Beginn begrüßte Wortgottesdienstleiterin Barbara Westermeier, die diese Feier organisiert hat, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, besonders Hauptzelebrant Pater Johannes Strahl und Pfarrer Johannes Graf und ging auf die Konflikt – und Lebenssituationen im Leben kranker und älterer Menschen ein. In solchen Situationen und Momenten wo es einfach nicht mehr weitergeht so Westermeier, wünschen wir uns, dass Menschen uns berühren, uns mit aufmunternden Worten wieder aufrichten. Dazu soll dieser besondere Gottesdienst mit dem Angebot des Sakraments der Krankensalbung beitragen und dabei die Zuwendung Gottes spürbar werden.
Nach der liturgischen Begrüßung durch Hauptzelebrant Pater Johannes Strahl hielt dieser eine kurze Einführung zur Messe und sprach von Jesus Christus, der sich mit großer Liebe der Kranken angenommen und viele Menschen geheilt hat.
In seiner Predigt sprach Pater Johannes Strahl die Ereignisse des soeben gehörten Evangeliums an, wo Jesus am See von Galiläa auf einen Berg gestiegen und dort etwas zutiefst Berührendes passiert ist. Die Menschen bringen ihre Kranken zu ihm, die Lahmen, Blinden und Verkrüppelten und Stummen und legen sie ihm zu Füßen. Und das Evangelium fasst das Wirken Jesu in einem kurzen, kraftvollen Satz zusammen: Er heilte sie.
Viele Jahrhunderte später wissen wir aus eigener Erfahrung: Krankheiten, das Nachlassen der Kräfte im Alter oder seelische Lasten verschwinden nicht immer durch ein plötzliches, blitzartiges Wunder. Die Frage nach dem „Warum“ bleibt oft schwer und unbeantwortet. Doch Jesus hat seine Kirche in dieser Ohnmacht nicht allein gelassen und ihr mit dem Sakrament der Krankensalbung ein großes Geschenk gemacht. Es ist kein Abschiedssakrament, sondern ein Sakrament des Lebens, des Trostes und der Stärkung so der Pater zum Schluss seiner beeindruckenden Predigt.
Im Anschluss an die Predigt bestand die Möglichkeit dieses Sakrament der Krankensalbung und der Versöhnung zu empfangen, sowie einen persönlichen Einzelsegen zu erhalten. Gemeinsam sprachen Pater Johannes Strahl und Zelebrant Pfarrer Johannes Graf die Texte zum Lobpreis und die Anrufung Gottes über dem Öl und spendeten den Gläubigen durch Handauflegung und Salbung der Stirn und Hände unter dem Geläut der großen Glocke das so stärkende Sakrament mit dem Christus zu jedem Einzelnen sagen möchte: „Ich kennen deinen Schmerz. Ich sehe deine Müdigkeit. Du bist nicht allein. Ich bin da und trage dich.“ Mit einem Gebet der beiden Priester nach der Salbung wurde diese feierliche Handlung abgeschlossen.
Zum Schluss des Gottesdienstes fand Pater Johannes Strahl viele Worte des Lobes und Dankes an alle die zum Gelingen dieses Gottesdienst beigetragen haben. Ein besonderer Dank galt Organisatorin Barbara Westermeier, den Florianisängern, den Ministranten und der Mesnerin und besonders freute er sich auch über die Anwesenheit der beiden Bürgermeister Georg Hatzesberger und Alois Kreipl die damit das gute Miteinander zwischen Kirche und Gemeinde zum Ausdruck gebracht haben.
Mit dem Lied der Florianisänger „Schwarze Madonna“ wurde dieser einfühlsame und alle Besucher berührende Gottesdienst, der einen besseren Besuch verdient gehabt hätte, abgeschlossen.
Text Josef Enzesberger Fotos Grete Enzesberger.


