Aicha v.W. „Musik ist eine Sprache, die viele Herzen bewegen kann. Diese Sprache nutzt auch Gott, um sich uns Menschen ganz persönlich zu offenbaren“, weiß Simone Eck und lebt geradezu ihre musikalische Leitung für das Ensemble Adoremus, das an diesem Abend in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Aicha vorm Wald auch hier die Herzen der vielen Besucher mit dem gesungenen Kreuzweg Adonai berührte und bewegte und sie der Liebesbotschaft Gottes näher gebracht hat. Dazu trug besonders auch der Auftritt des Aichaer Kinderchores unter Leitung von Georg Scholler bei, der mehrere der Stationen gestaltet und sich nahtlos in das Ensemble der über 40 Sängerinnen, Sänger und Mitglieder des Orchesters eingefügt hat. Viele der Zuhörer waren sich darin einig, sich in den berührenden Liedtexten von Ulrike Zengerle die von ihr im Jahr 2008 geschaffen worden sind, teils wieder gefunden haben und so getröstet und gestärkt auf das Osterfest zugehen können.
Das Besondere an diesem Kreuzweg war, dass die Erlöse dem Frauenhaus Passau zugutegekommen sind. Dazu gab es vor jeder Station einen kurzen Impuls durch Pfarrer Johannes Graf und Barbara Westermeier, der die Problematik von Gewalt gegenüber Frauen und Kindern in den Blick genommen und zum Nachdenken angeregt hat. Ein Zeichen der Solidarität und Hoffnung.
Zu diesem „Gesungenen Kreuzweg“ begrüßte Dekan Pfarrer Johannes Graf die vielen Besucher in der Pfarrkirche St. Peter und Paul, besonders die Mitwirkenden des Ensemble „Adoremus“ unter Leitung von Simone Eck, einer ökumenischen Chorgemeinschaft der Diözesen Passau und Regensburg die es seit 2021 gibt, sowie den Aichaer Kinderchor unter Leitung von Georg Scholler. Bei Barbara Westermeier bedankte sich Pfarrer Johannes Graf für die Organisation und die Impulse zum Thema “Gewalt an Frauen und Kindern” zu den einzelnen Stationen. Lassen Sie uns in dieser Stunde in Stille und Achtsamkeit den Kreuzweg Jesu mitgehen – offen für das Leid unserer Mitmenschen und bereit, unseren Teil zur Heilung und Gerechtigkeit in der Welt beizutragen, so seine Einladung an die Zuhörer zu Beginn des Kreuzweges.
In den 14 Stationen des Kreuzweges wurde das Leiden und Sterben Christi erzählt und auch davon, dass der Kreuzweg die Menschen in das Leiden Christi mit einbezieht. Dieser besondere, musikalische Kreuzweg blieb aber nicht im Leiden und Tod stehen, sondern gab in einer zusätzlichen „15. Station“ einen tröstlichen Ausblick auf die Auferstehung Christi
Bereits das erste Lied „Kreuzigt ihn“ sorgte für einen Gänsehautmoment in der ganzen Kirche. Alle weiteren Stationen des Kreuzweges wurden im harmonischen Wechselgang zwischen Solistinnen und Solisten und dem Gesamtchor zusammen mit dem Orchester einfühlsam präsentiert. Durch die Abwechslung zwischen wunderbar vorgetragenen Solos durch die ausgebildeten Stimmen und dem stimmgewaltigen Gesamtchor sowie dem Kinderchor und Veränderung der Tonstärke zwischen laut und leise wurde die Spannung und Erwartung auf das Geschehen bis zum Schluss hochgehalten.
Und die eindrucksvollen Texte des Kreuzweges wie hier, nach dem Jesus zum 2. Mal unter dem Kreuz zusammengebrochen ist „Hör mich Herr, steh wieder auf, dass ich aufstehen kann“ oder zur 12. Station „Jesu stirbt am Kreuz“ der folgende Text: „Deine Liebe trägt die Welt. Dein Reich bricht an und alle Finsternis fällt. Herr, mein Gott, du siegst, weil du so unendlich liebst“, trugen dazu bei, den Zuhörerinnen und Zuhörern Jesu auf eindrucksvolle und berührende Weise nahezubringen.
Der Beifall für die Mitwirkenden des Werkes, das nicht nur erzählt, sondern die Besucher an diesem Abend verwandelt hat, wollte auch nach einigen Minuten nicht enden. Für dieses unvergessliche Erlebnis und wunderbare musikalische Glaubensbekenntnis bedankte sich Dekan Pfarrer Johannes Graf zum Schluss bei den beiden Chören und wünschte den Besuchern eine gute Karwoche und viel Freude auf den Weg hin zum Osterfest mit diesen Worten: „Alles ist dein Werk o´Herr, alles zeigt deine Macht, du bist Erlöser dieser Welt.“
Simone Eck freute sich über die große Zustimmung der Besucher und darüber, dass sie heute hier in Aicha vorm Wald als Chorgemeinschaft die Botschaft Jesu, die sie selber im Herzen tragen, an die vielen Besucher weitergeben durften. Sie freue sich auch über die Spende an das Frauenhaus Passau, die im Anschluss an die Leiterin des Hauses Hildegard Stolper, erfolgt ist. Sie bedankte sich bei Barbara Westermeier und Dekan Pfarrer Johannes Graf für die Unterstützung und vor allem auch bei den Kindern des Aichaer Kinderchors mit Leiter Georg Scholler für die so gute und gesanglich fruchtbringende Zusammenarbeit.
Fotos Grete Enzesberger, Bericht Josef Enzesberger


