Gesungener Kreuzweg Aicha v.W. 2026

Fürstenstein Pfarramt am 29.03.2026

Das was Ostern bedeutet - „Gottes Liebesbotschaft näherbringen“.

Chor „Adoremus“ berührt zusammen mit dem Kinderchor Aicha vorm Wald die Herzen der vielen Besucher beim gesungenen Kreuzweg Adonai in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Aicha vorm Wald.

Aicha v.W. ​„Musik ist eine Spra­che, die vie­le Her­zen bewe­gen kann. Die­se Spra­che nutzt auch Gott, um sich uns Men­schen ganz per­sön­lich zu offen­ba­ren“, weiß Simo­ne Eck und lebt gera­de­zu ihre musi­ka­li­sche Lei­tung für das Ensem­ble Ado­r­e­mus, das an die­sem Abend in der Pfarr­kir­che St. Peter und Paul in Aicha vorm Wald auch hier die Her­zen der vie­len Besu­cher mit dem gesun­ge­nen Kreuz­weg Adon­ai berühr­te und beweg­te und sie der Lie­bes­bot­schaft Got­tes näher gebracht hat. Dazu trug beson­ders auch der Auf­tritt des Aicha­er Kin­der­cho­res unter Lei­tung von Georg Schol­ler bei, der meh­re­re der Sta­tio­nen gestal­tet und sich naht­los in das Ensem­ble der über 40 Sän­ge­rin­nen, Sän­ger und Mit­glie­der des Orches­ters ein­ge­fügt hat. Vie­le der Zuhö­rer waren sich dar­in einig, sich in den berüh­ren­den Lied­tex­ten von Ulri­ke Zen­ger­le die von ihr im Jahr 2008 geschaf­fen wor­den sind, teils wie­der gefun­den haben und so getrös­tet und gestärkt auf das Oster­fest zuge­hen können. 

Das Beson­de­re an die­sem Kreuz­weg war, dass die Erlö­se dem Frau­en­haus Pas­sau zugu­te­ge­kom­men sind. Dazu gab es vor jeder Sta­ti­on einen kur­zen Impuls durch Pfar­rer Johan­nes Graf und Bar­ba­ra Wes­ter­mei­er, der die Pro­ble­ma­tik von Gewalt gegen­über Frau­en und Kin­dern in den Blick genom­men und zum Nach­den­ken ange­regt hat. Ein Zei­chen der Soli­da­ri­tät und Hoffnung.

Zu die­sem ​„Gesun­ge­nen Kreuz­weg“ begrüß­te Dekan Pfar­rer Johan­nes Graf die vie­len Besu­cher in der Pfarr­kir­che St. Peter und Paul, beson­ders die Mit­wir­ken­den des Ensem­ble ​„Ado­r­e­mus“ unter Lei­tung von Simo­ne Eck, einer öku­me­ni­schen Chor­ge­mein­schaft der Diö­ze­sen Pas­sau und Regens­burg die es seit 2021 gibt, sowie den Aicha­er Kin­der­chor unter Lei­tung von Georg Schol­ler. Bei Bar­ba­ra Wes­ter­mei­er bedank­te sich Pfar­rer Johan­nes Graf für die Orga­ni­sa­ti­on und die Impul­se zum The­ma ​“Gewalt an Frau­en und Kin­dern” zu den ein­zel­nen Sta­tio­nen. Las­sen Sie uns in die­ser Stun­de in Stil­le und Acht­sam­keit den Kreuz­weg Jesu mit­ge­hen – offen für das Leid unse­rer Mit­men­schen und bereit, unse­ren Teil zur Hei­lung und Gerech­tig­keit in der Welt bei­zu­tra­gen, so sei­ne Ein­la­dung an die Zuhö­rer zu Beginn des Kreuzweges.

In den 14 Sta­tio­nen des Kreuz­we­ges wur­de das Lei­den und Ster­ben Chris­ti erzählt und auch davon, dass der Kreuz­weg die Men­schen in das Lei­den Chris­ti mit ein­be­zieht. Die­ser beson­de­re, musi­ka­li­sche Kreuz­weg blieb aber nicht im Lei­den und Tod ste­hen, son­dern gab in einer zusätz­li­chen ​„15. Sta­ti­on“ einen tröst­li­chen Aus­blick auf die Auf­er­ste­hung Christi

Bereits das ers­te Lied ​„Kreu­zigt ihn“ sorg­te für einen Gän­se­haut­mo­ment in der gan­zen Kir­che. Alle wei­te­ren Sta­tio­nen des Kreuz­we­ges wur­den im har­mo­ni­schen Wech­sel­gang zwi­schen Solis­tin­nen und Solis­ten und dem Gesamt­chor zusam­men mit dem Orches­ter ein­fühl­sam prä­sen­tiert. Durch die Abwechs­lung zwi­schen wun­der­bar vor­ge­tra­ge­nen Solos durch die aus­ge­bil­de­ten Stim­men und dem stimm­ge­wal­ti­gen Gesamt­chor sowie dem Kin­der­chor und Ver­än­de­rung der Ton­stär­ke zwi­schen laut und lei­se wur­de die Span­nung und Erwar­tung auf das Gesche­hen bis zum Schluss hochgehalten. 

Und die ein­drucks­vol­len Tex­te des Kreuz­we­ges wie hier, nach dem Jesus zum 2. Mal unter dem Kreuz zusam­men­ge­bro­chen ist ​„Hör mich Herr, steh wie­der auf, dass ich auf­ste­hen kann“ oder zur 12. Sta­ti­on ​„Jesu stirbt am Kreuz“ der fol­gen­de Text: ​„Dei­ne Lie­be trägt die Welt. Dein Reich bricht an und alle Fins­ter­nis fällt. Herr, mein Gott, du siegst, weil du so unend­lich liebst“, tru­gen dazu bei, den Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rern Jesu auf ein­drucks­vol­le und berüh­ren­de Wei­se nahezubringen.

Der Bei­fall für die Mit­wir­ken­den des Wer­kes, das nicht nur erzählt, son­dern die Besu­cher an die­sem Abend ver­wan­delt hat, woll­te auch nach eini­gen Minu­ten nicht enden. Für die­ses unver­gess­li­che Erleb­nis und wun­der­ba­re musi­ka­li­sche Glau­bens­be­kennt­nis bedank­te sich Dekan Pfar­rer Johan­nes Graf zum Schluss bei den bei­den Chö­ren und wünsch­te den Besu­chern eine gute Kar­wo­che und viel Freu­de auf den Weg hin zum Oster­fest mit die­sen Wor­ten: ​„Alles ist dein Werk o´Herr, alles zeigt dei­ne Macht, du bist Erlö­ser die­ser Welt.“

Simo­ne Eck freu­te sich über die gro­ße Zustim­mung der Besu­cher und dar­über, dass sie heu­te hier in Aicha vorm Wald als Chor­ge­mein­schaft die Bot­schaft Jesu, die sie sel­ber im Her­zen tra­gen, an die vie­len Besu­cher wei­ter­ge­ben durf­ten. Sie freue sich auch über die Spen­de an das Frau­en­haus Pas­sau, die im Anschluss an die Lei­te­rin des Hau­ses Hil­de­gard Stol­per, erfolgt ist. Sie bedank­te sich bei Bar­ba­ra Wes­ter­mei­er und Dekan Pfar­rer Johan­nes Graf für die Unter­stüt­zung und vor allem auch bei den Kin­dern des Aicha­er Kin­der­chors mit Lei­ter Georg Schol­ler für die so gute und gesang­lich frucht­brin­gen­de Zusammenarbeit.

Fotos Gre­te Enzes­ber­ger, Bericht Josef Enzesberger

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