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Ein Plädoyer für Hausgottesdienste

Zum 6. Sonn­tag der Oster­zeit 2020

Lie­be Pfarr­an­ge­hö­ri­ge, lie­be Schwes­tern und Brüder,

end­lich fin­den wie­der Got­tes­diens­te statt! In der Tat haben vie­le Gläu­bi­ge die­se Erlaub­nis nach meh­re­ren Wochen Coro­na-Pau­se her­bei­ge­sehnt. Mit den Got­tes­diens­ten kehrt wie­der Leben ein in die Kir­chen und in die Pfar­rei­en. Es ist bewun­derns­wert, wie in allen Gemein­den die Men­schen mit­hel­fen wol­len, die lit­ur­gi­schen Fei­ern trotz der stren­gen Vor­ga­ben und Ein­schrän­kun­gen eini­ger­ma­ßen wür­dig und anspre­chend zu gestal­ten. Vergelt‘s Gott dafür!

End­lich fin­den wie­der Got­tes­diens­te statt. Lei­der ist die­ser Satz falsch, denn auch wäh­rend der stren­gen Aus­gangs­be­schrän­kun­gen haben Got­tes­diens­te statt­ge­fun­den. Die Pries­ter haben die Hei­li­ge Mes­se in Stell­ver­tre­tung für alle Gläu­bi­gen gefei­ert. Vie­le Men­schen berich­te­ten mir begeis­tert, von den Fern­seh­got­tes­diens­ten unse­res Bischofs oder im ZDF, die sie regel­mä­ßig mit Andacht ver­folgt haben. Beson­ders erstaunt war ich über die gro­ße Nach­fra­ge nach Got­tes­dienst­vor­schlä­gen und Gebe­ten, die an den Schrif­ten­stän­den unse­rer Kir­chen geherrscht hat. Gera­de in Fami­li­en schei­nen Haus­got­tes­diens­te zum fes­ten Bestand­teil des Zusam­men­le­bens gewor­den zu sein. Das gemein­sa­me Gebet hat wie­der Ein­zug gehal­ten und es sind dort Haus­kir­chen entstanden.

End­lich fin­den auch wie­der öffent­li­che Got­tes­diens­te statt! So muss der Satz rich­ti­ger­wei­se hei­ßen. Man spricht ja ger­ne von den posi­ti­ven Ver­än­de­run­gen, die das Coro­na-Virus brin­gen könn­te. Eine davon könn­te tat­säch­lich die Wie­der­ent­de­ckung von Haus­got­tes­diens­ten und das Erstar­ken der Haus­kir­chen sein. Vie­le Müt­ter und Väter haben erlebt, wie schön und gar nicht schwer es ist, mit den ent­spre­chen­den Vor­la­gen im Kreis der Fami­lie Got­tes­dienst zu feiern.

Auch wenn Haus­got­tes­diens­te die sonn­täg­li­che Eucha­ris­tie­fei­er mit der Pfarr­ge­mein­de nicht erset­zen kön­nen, so berei­chern sie in jedem Fall die lit­ur­gi­sche Land­schaft und sind auch nach Coro­na ein wich­ti­ger Bau­stein der Fami­li­en­spi­ri­tua­li­tät und der reli­giö­sen Erzie­hung der Kin­der. Des­halb wer­den auch wei­ter­hin Got­tes­dienst- und Gebets­vor­schlä­ge in den Kir­chen aus­lie­gen und auf der Home­page des Pfarr­ver­ban­des ver­öf­fent­licht werden.

Ob sie nun die öffent­li­chen Got­tes­diens­te besu­chen oder zu Hau­se fei­ern und beten, ich wün­sche ihnen eine gute Zeit der Besin­nung und Momen­te der tie­fen Begeg­nung mit dem Herrn!

Pas­to­ral­re­fe­rent Otto Penn