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Gedanken zum Sonntag

Zum 3. Sonn­tag der Oster­zeit 2020

Die Kir­che hat sich im Ver­lauf der Zeit über Jahr­hun­der­te hin­weg immer wie­der ver­än­dert und ist sich doch im Glau­ben treu geblie­ben. Mehr denn je ste­hen wir mit­ten in einem Wand­lungs­pro­zess. Stän­di­ge Ver­än­de­run­gen und Ein­schrän­kun­gen. Meist her­vor­ge­ru­fen durch äuße­re Gege­ben­hei­ten. Gera­de­zu dra­ma­tisch in die­sen Wochen durch ein töd­li­ches Virus. Unser gesam­tes gesell­schaft­li­ches Leben gerät ins Wan­ken: Mobi­li­tät, Kon­sum­an­sprü­che, Arbeit, Pro­duk­ti­on, Han­del und Frei­zeit­ver­hal­ten. Auch die Art den Glau­ben zu begeg­nen ist von Ver­än­de­rung nicht frei und beson­ders gefor­dert. In sol­chen Zei­ten, in denen redu­zier­te Geld­mit­tel, Pries­ter­man­gel und sin­ken­de Kirch­gän­ger­zah­len ohne­hin schon an der Tages­ord­nung sind und nun ein töd­li­ches Virus! Da stei­gen die Anfor­de­run­gen an die ver­ant­wort­li­chen Man­dats­trä­ger enorm. Es gilt nicht nur den bekann­ten Ent­wick­lung ent­ge­gen zu wir­ken, son­dern star­ken Glau­ben zu ver­mit­teln – wir sind nicht allein. Gott ist mit uns, wir müs­sen sei­ne Nähe suchen und sei­ne Hil­fe anneh­men. Hier kann nur die Mit­ge­stal­tung des Kir­chen­le­bens die Ant­wort sein. Kir­che, daß sind wir – jede und jeder Ein­zel­ne von uns. Betrach­ten wir uns als leben­de Stei­ne der Kir­che vor Ort. Zei­gen wir uns auf­ge­schlos­sen, mutig und krea­tiv, aber auch kri­tisch bei not­wen­di­gen Ver­än­de­run­gen und Neue­run­gen der kirch­li­chen Struk­tu­ren, die auf uns zukom­men. Geben wir Bei­spiel unse­res Glau­bens — sei­en wir zeit­ge­recht und nicht zeit­an­ge­passt! Sind wir wei­ter­hin enga­giert bei der Gestal­tung der Got­tes­diens­te in der Arbeit mit Kin­dern, Jugend­li­chen, Senio­ren, Fami­li­en und in der cari­ta­ti­ven Arbeit und bie­ten wir Hil­fe in schwie­ri­gen Zei­ten an. Aber ver­ges­sen wir nicht die gesel­li­gen Ereig­nis­se — auch wenn es gera­de, wegen der äuße­ren Bedräng­nis här­ter, ja kaum mög­lich ist. Der Glau­be wächst beson­ders in der Gemein­schaft und in schwie­ri­ger Lage. Las­sen Sie uns begin­nen: neu glau­ben zu ler­nen. Besin­nen wir uns dank­bar zu sein. Dank­bar, dass wir die aktu­el­le Kri­se ver­mut­lich ver­gleich­bar bes­ser bestehen, als anders­wo auf die­ser Erde.Ich wün­sche Ihnen eine geseg­ne­te Zeit – blei­ben Sie zuver­sicht­lich, enga­giert und gesund. 

Kurt Höpfl, Mit­glied des PGR Aicha vorm Wald